So meine lieben Freunde, es war dann mal soweit. Ich bin Todesmutig zum Hausberg -> Grouse Mountain gefahren um ihn dann zu besiegen. Wie ihr wohl alle wisst ist krackseln nicht so mein Ding, zumindest habe da Defizite. Wie auch immer, was muss das muss, so ging es auf in Richtung Gipfelerstürmung. Da wir glücklicherweise kein Wochenende haben, ist also mit erhöhtem Traffic heute nicht zu rechnen. Laut Beschilderung ist dies auch eine Einbahnstrasse also sollten mir nicht allzuviel Leute entgegen kommen. Glücklicherweise habe ich noch einen Schulkollegen bei mir, der die Tortour schonmal durchgemacht hat. Er wies auch gleich daraufhin, dass es Hinweise gibt wieviel man schon geschafft hat. So 1/4 oder 3/4...
Mutig ging es nun los. Hoppla das sieht mir nach einigen Stufen aus. Hach Treppen steigen, das kann ja nicht so schwer sein.... dachte ich... am Anfang... oje....
Lächel und sei glücklich denn es könnte schlimmer kommen, also lächelte ich ward glücklich und es kam schlimmer. Die Steigung nahm nicht so langsam aber sicher sondern eher schneller als gewöhnlich zu. Uff wo war ich nur, wieso wollte ich das eigentlich machen... ohhhhhh.... schittttttttt.... durchhalten es sind ja nur 3 Kilometer bis nach oben. Wusstet ihr eigentlich das 3 Kilometer verdammt lang werden können??? Nein, dann bitte probiert den Grouse Mountain aus... dann wisst ihr das das eine gefühlte Ewigkeit ist bis man ankommt. Wo waren wir, ach ja irgendwo im warsten Sinne des Wortes, zwischen Baum und Borke... endlich mal ein Hinweis...ohhhhh.... 1/4 des Weges geschafft und ich würde am liebsten gleich aufgeben... oha... jetzt noch 3/4 des Weges bis ich da bin... manomanoman.
Ein wenig Stolz bin ich allerdings auch. Ich habe geschlagene 26 Minuten gebraucht der Rekordhalter hat 25 Minuten gebraucht. Ahhhh ok wenn da nicht die Kleinigkeit wäre das der Rekordhalter für die ganze Strecke solange gebraucht hat wie ich für 1/4 des Weges... ich merke schon ich verliere mich im Detail, nun gut, gesagt getan, weiter geht's noch schlimmer kann es ja nicht werden, dachte ich... es sollte aber noch steiler und noch schlimmer werden. Anfangs waren wir noch allein unterwegs bald aber schon sollten uns die Einheimischen aber überholen. Ich war sehr fasziniert darüber mit welch einem Tempo die da hoch stiefelten. Ich würde sagen auf den richtigen Rhythmus kommt es an. Scheinbar war meiner nicht richtig ausbalanciert.
Meine heißgeliebte Diet Coke Flasche hatte ihren Geist schon kurz hinter der Hälfte aufgegeben. ächz.... das kann ja heiter werden. Ohhh ich bin ja fiffig, ich habe noch einen power riegel in der tasche, falls die Beine schlapp machen. Was auch früher passierte als ich dachte. Um euch mal einen kleinen Einblich zu geben, so sah der Weg aus..
Ich wollte ab ca. der Hälfte nochmal aufgeben, mein Herz raste wie ein ICE auf Drogen aber ich hab mir gedacht mach mal kurz Pause, dann schaffst du die andere Hälfte auch noch. Das beste Schild war 3/4 . Juhuuuuuuuuuuuu bald isset vorbei. ok es sollte nochmal ein wenig steiler werden und die Behilfstreppen nahmen ab. Stattdessen krackselten wir auf Steinen und Baumwurzeln rum. Dios mios... in diesen Momenten habe ich mir gewünscht Wanderschuhe und nicht meine Strassentreter anzuhaben. Ach wisst ihr, irgendwas ist ja immer :-)
So langsam fingen meine Beine an den Dienst zu quittieren, ich musste dann sogar einen Opi und ne Omi an mir vorbeiziehen lassen, also das war beschähmend. urgs.. so zwei Üfüs gingen das Ding hoch wie nix. Ok die meisten die uns überholten schnaufften schon ganz schön. Das hat mich dann wiederum etwas beruhigt. Ausserdem trugen die sowas wie eine Jahreskarte oder so eine Abokarte... ich impliziere mal das die da öfter rauflaufen. Leider habe ich vom Schlussanstieg keine Bilder mehr gemacht, ich war da zusehr beschäftigt nicht auszurutschen bzw. den richtigen Stein ähmmm Weg zu erwischen. Aber ich hoffe das nachfolgende Bild gibt einiges an Aussagekraft
Keine Sorge ist nur ein Stück Weg den ich schon hinter mir hatte...
Halbzeit... und es kam schlimmer
Ich bin davon überzeugt, dass mein Muskelkater wirklich schrecklich wird, aber die Zeit zum erklimmen des Berges saß mir im Nacken und 1h 35 minuten lässt sich sehen...
Machts gut.
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