1. Tag Anreise.
Der Flug war sehr ruhig, gut das war aber auch alles. In Düsseldorf endlich angekommen, fiel mir doch gleich in der wartenden Menge ein Typ auf der schon am Morgen wusste das Alkohol gut für ihn ist. Naja solche Menschen soll es halt geben. Das Aussehen passte zumindest zu 100% zu dem restlichen Gesamteindruck. Lasset es mich so vormulieren, ein Möchtegernrocker der ausser n Tattoo auf dem ganzen Arm, ne Baseballkappe und eine Jeans mit Lüftungsschlitzen nix zu bieten hat. Naja egal, ich hoffte nur dass ich nicht diejenige sein werde die neben ihm Platz nimmt im Flieger. Also weiter in der erlesenen Runde der Mitreisenden. Auffallend waren da noch die kleine Mädchen Gruppe die darüber philopophierte ob sie jetzt lieber schnell schlafen sollten oder doch eher durchmachen, ach und dann kam doch noch die Feststellung ob auch alle drei zusammen sitzen?? Die Platzauswahl musst da mal dringend nachgeprüft werden... Ts Ts Ts, diese Sorgen will ich haben. Weitere Gäste sind nicht aus dem Rahmen gefallen und bleiben von daher ungenannt. Naja mit ein wenig Verspätung ging es dann in den Flieger Richtung Vancouver. Mein wunderschöner Fensterplatz entpuppte sich direkt auf der Tragfläche und für meine Verhältnisse sehr weit vorn. Egal das wird schon, meine Laune sollte dadurch nicht getrübt werden. Als ich den Möchtegernrocker sah wie er sein Gepäck über meinen Kopf verstaute war ich eher unglücklich... och neee nicht ich... verdammt... da hatte ich aber wirklich den schwarzen Peter gezogen. Der Geruchspegel nach Alk nahm im Laufe des Fluges dann auch gleich zu. Wunderbar... Die Blicke aus dem Fenster bescherten dafür Abhilfe. Tolle Sicht und immer hell, erwähnte ich schon dass es hell war... oje das sollte mein längster Tag werden.
Gefühlte 9450 Stunden später setzte der Flieger zur Landung an, es war hell draussen - immer noch - mein Kopf fühlte sich jetzt schon an wie eine Wassermelone kurz vorm Platzen. Nur nicht aufgeben, es ist ja schon, ach ja wie spät haben wir es eigentlich??? Och gute 14:45h Ortszeit. Verdammt und ja verdammt hell draussen. Mensch wird das ein langer Tag... Ich bequeme mich, da ich im stehen schlafen könnte, noch zum Taxi und lasse mich getrost zur Unterkunft bringen. Hier erwartet mich schon der Herr des Hauses. Begrüßung ist unspektakulär eher lähmend und nichtssagend, aber nunja es wird besser denke ich. Einen ganz so schlechten Eindruck macht er ja garnicht. In diesem Haushalt ist gestern noch ein Mädel angekommen, aus Bonn, Hanna ist 16 und das erste mal auf großer Reise. Da sie sich nicht allein auf die Strasse traut schließt sie sich mir an und wir fahren noch Richtung Downtown bzw. den angesagten Vierteln Vancouvers. Ist auch besser für mich, muss meinen Kopf frei bekommen, bevor die Melone doch noch platzt udn ja ich bin müde und es ist immer noch hell draussen. Bus und Bahnfahren ist wie sollte es auch anders sein immer wieder Abenteuerlich, bitte passendes Geld dabei haben, der Fahrer wechselt nicht. Nur gut das ich noch Reste hatte von meinem letzten Aufenthalt, aber der Gastvater war auch so frei und spendierte der kleinen Hanna noch etwas Cash.
Egal Yaletown, Gastown und wie wir sonst noch so heissen, wir kommen. Gefahren wurden wir ja erst mit dem Bus und dann im Skytrain. Tja Freunde der Nachtschattengewächse dieser Zug fährt Führerlos... grandios, es funktioniert. Ich fühlte mich gleich besser aufgehoben, da kann ja nix passieren....
Am Zielort angekommen, habe ich dann mal geschaut wo ich morgen hin muss. morgen, jawoll, und es ist immer noch hell... eine Bananenmilch später und hundert Obdachlose später fanden wir auch ein paar nette Motive zum knipsen. Der Ortsteil Gastown ist zwar wohl angesagt aber bitte, soviel Obdachlose die auf der Strasse rumhängen, wollte ich mir eigentlich an meinem ersten Tag nicht geben. Nur nicht aufgeben, es wird ja hoffentlich gleich mal dunkel und ich kann über das Schlafengehen nachdenken. Denken, yo gutes Stichwort, das fiel mir zu diesem Zeitpunkt dann auch schon so langsam aber sicher immer schwieriger. Ich weiß nicht aber ich war glaube ich schon 24 h auf den Beinen und ich muss gestehen, da funktioniert man nur noch im Minimalmodus. Eine Erfahrung auf die ich gern verzichtet hätte aber man kann sich ja nicht immer alles aussuchen. Oh was ist das, geht da etwa die Sonne unter... ohhhhh meine Müdigkeit paart sich gerade mit Übelkeit und akuten Kopfschmerz. Ich muss nach Hause. Also wieder den Skytrain und dann den Bus. Gut das klappt ja noch, da kann man nicht viel falsch machen. So langsam schmerzt die Helligkeit nicht mehr in den Augen und ich fange an zu frieren. Hunger? Fehlanzeige, Übel? ja genau, Schafen? gern! Ich schaue wieder auf die Uhr, gut endlich geht es Bergauf wir haben schon 19:30 h es läuft.
In der Familie wieder angekommen, schaue ich nicht schlecht, niemand da. Großartig ich hätte gern noch einige Sachen besprochen. Ich hoffe das ich noch solange wach bleibe bis die Gasteltern wieder da sind. Fehlanzeige, das halte ich nicht durch. Ich packe noch schnell meine Tasche aus und dann passiert es auch, die Augen werden schwerer und schwerer, ich schaue nochmal auf die Uhr. 21:00 h großartig Licht aus und gute Träume.
Gute Träume das wünsche ich mir oh was für ein Krach was ist los, hab ich geträumt??? Nein, scheinbar sind die Gasteltern nach Hause gekommen, ich schaffe es so gerade noch auf die Uhr zu schauen, oh mein Gott, 22:30h ich hege schon keine Hoffnung das dies eine angenehme Nacht wird... wir werden sehen... der 2.Tag ist im Anmarsch.
hehe, hätteste eben nen paar bier mit deinem neuen rockerfreund mitgetrunken^^
AntwortenLöschenhoffe die schule macht spass.
lg aus der welthauptstadt :-)